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  • Emanuel Zangerle

Beginn der Renn-Saison 2k19


Da ich persönlich immer ein paar Rennen brauche, um meinen Körper an die harten Belastungen zu gewöhnen, entschied ich mich schon vor dem ersten Qualifikation-Rennen für die EM und WM in Langenlois an zwei anderen davor teilzunehmen.


Somit startete ich, kaum von Mallorca zurück, schon das Wochenende darauf in Verona C2. Eigentlich meldete der Wetterbericht Sonnenschein, doch das sollte nicht das einzige sein, was an diesem Wochenende überraschte. Ich kam mit keinen Erwartungen nach Italien, da mir das Trainingslager noch in den Beinen steckte und das Teilnehmerfeld ohne eigene U23-Kategorie entsprechend stark besetzt war (110 Teilnehmer). Somit lag der Fokus sich wieder in die Rennroutine einzufinden.


Als der Startschuss ertönte, verfiel ich sofort wieder in den altbekannten Adrenalinrausch. Einklicken, schnellsten Vordermann suchen, etwaige Crashs vermeiden und dann im "Juniorenstyle" um sein Leben fahren. Doch schnell merkte ich, das es hier in der Elite etwas anders abläuft. Die polzen ja gar nicht wie die "Hohlen" weg, und es wird auch vor den Kurven mit der Bremse und nicht mit dem Vordermann gebremst. Noch die Startabläufe von den Junioren gewohnt, machte ich überraschend schnell Platzierungen gut. Somit befand ich mich schon nach der ersten Runde unter den Top 40. Das restliche Rennen verlief aber dann recht unspektakulär, ich fühlte mich überraschend spritzig und verbesserte mich somit noch auf Platz 34, trotzdem musste ich dem hohen Tempo von Kerschbaumer mit einer Runde weniger Tribut zollen (80%-Regel). Glücklich über den einen erfolgreichen Saisonstart, quälte ich mich schon am nächsten morgen durch meine letzte Englisch-Schularbeit vor der Matura.


Die nächsten vier Wochen waren ein Balanceakt zwischen Schule und Training. Es lief nicht alles perfekt nach Plan, aber mit diesem Problem haben wir heuer schon gerechnet und deshalb im Winter schon einen kleinen Puffer geschaffen. Diese Zeit endete mit einem verlängerten Wochenende, was eine extra Schicht hartes Training mit sich brachte.




Das zweite Rennen fand diesmal in Obergessertshausen (Bayern) statt, es sollte erneut nur als Vorbereitung dienen, doch insgeheim war ich schon gespannt, ob Verona nur ein Glücksfall war oder ob ich die Leistung wiederholen konnte. Die Strecke entsprach einem würdigen Cross-Country Kurs,technische Passagen, steile Anstiege aber auch flache Abschnitte. Mein Bauchgefühl beim Aufwärmen war nicht gerade rosig, aber sobald der Startschuss ertönte.... . Nur begann der Anfang des Rennen alles andere als bilderbuchmäßig. Ein missglückter Start, gefolgt von einem dummen und unnötigen Sturz in der ersten Abwärtspassage hatten zufolge, dass ich als dritt letzter in das Rennen "startete" und zusätzlich verwandelte ich bei dem Sturz mein neues Fully in ein "Rennrad mit dicken Reifen". Eigentlich hatte ich in diesem Moment schon mit dem Rennen abgeschlossen und versuchte es mindestens als Training zu nützen. Doch erneut überraschte ich mich selbst wie fit ich mich fühlte. Schnell fand ich meinen Rhythmus und beendete das lange Rennen (1:37h) auf dem 14. Platz .


Somit fahre ich voller Zuversicht nach Langenlois und freu mich schon wieder altbekannte Gesichte zu sehen.


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