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  • Emanuel Zangerle

1/3 der Rennsaison (Defekte, Matura, Weltcup)

Aktualisiert: 20. Mai 2019


1. MLA-Rennen Langenlois:

Wer kennt es nicht? Der Hals kratzt, der Kopf tut weh .... und da geht es schon los. Werde ich krank? Oh nein, bitte nicht. Wieso immer ich? Man unternimmt alles dagegen und fängt sogar an die guten alten Ratschläge seiner Oma zu befolgen. Doch manchmal braucht der Körper einfach seine Ruhe und gibt das auch unmissverständlich zu verstehen. So erging es mir die Woche vor Langenlois (1. MLA-Rennen).


Am Ende der Woche fühlte ich mich wieder soweit fit, dass ich das Rennen bestreiten konnte. Doch im Vorfeld plagte mich die große Ungewissheit, wie gut sind die anderen? Habe ich genug trainiert? Die zwei positiven Ergebnisse zuvor stimmten mich zuversichtlich, doch wie viel habe ich durch die Zwangspause verloren?

Sobald der Startschuss ertönte, waren alle Zweifel verflogen. Ich konzentrierte mich darauf keine Fehler zu machen und nicht zu schnell in den langen Anstieg zu fahren. Trotzdem konnte ich in der Startrunde schon einige Plätze gut machen und befand mich danach in einer Gruppe mit Wimmer Florian (U23-Vizemeister). Die ersten zwei Runden arbeiteten wir uns ein wenig vor. Ich fühlte mich gut und wollte in den letzten zwei Runden das Tempo erhöhen. Doch mein Rad bzw. meine Felge hatten andere Pläne. Abfahrt Runde 3, lauter Knall, lange Laufphase - ist die Kurzfassung. Ohne ersichtlichen Grund brach mir die hintere Felge. Durch den langen Weg in die tech. Zone, waren somit alle Hoffnungen dahin. Nach dem gezwungenen Stopp und zwei weitere Runden, konnte ich das Rennen auf Platz 55 beenden. Die Enttäuschung war anfangs groß, doch in der 5- stündigen Autofahrt nach Hause legte sich diese, denn die körperliche Leistung hat gepasst und keine 7 Tage später wartete das Heimrennen auf mich.




2. MLA-Rennen Haiming:

Die Strecke in Haiming zeigt sich jedes Jahr aufs Neue von einer noch technisch schwierigeren Seite und zählt somit zu einen der anspruchsvollsten Strecken im Rennkalender. Wurzelteppiche, steile Anstiege und Abfahrten, wohin man sieht.


Mit seinem HC-Status lockte das Ötztaler Mountainbike Festival auch heuer wieder mit Weltklasse Fahrer. Einer der positiven Aspekte, der der Aufstieg in die U23-Klasse mit sich brachte ist, dass man nicht mehr um 8:30 Uhr starten muss. Deswegen konnte ich mich diesen Sonntag in aller Ruhe zuhause auf das Rennen vorbereiten. Ich fühlte mich fit und wollte diesmal meine Leistung von Langenlois auch ins Ziel bringen.

DOCH...., wenn etwas mit DOCH eingeleitet wird hat die Geschichte selten einen positiven Ausgang. Ich arbeitete mich in der ersten halben Runde schnell nach vorne, da ich wusste, dass jede bessere Position, auf einer Strecke wie Haiming, Gold wert ist. DOCH aus einem nicht ersichtlichen Grund machte die Schaltung Probleme. Nach dem ich Position um Position wieder verloren hatte, stoppte ich in der Tech-Zone und fand danach keinen Rhythmus mehr. Ich beendete ich das Rennen auf einem 28. Platz, eindeutig weit unter meinen Erwartungen. Meine Enttäuschung war sehr groß, vor allem weil viele Bekannte zuschauten. DOCH- c'est la vie.


Noch kurz zu erwähnen ist, dass ich das Rennen nicht auf meinem eigenen Rad bestreiten konnte, da meines unverschuldet einen Rahmenbruch hatte. Carbon und ich: wohl nicht die besten Freunde in der letzten Zeit. Vielen Dank an einen Kollegen, der mir kurzfristig sein Rad lieh.


Schon die darauffolgende Woche sollte ich aber meine nächste Chance in Nals/ITA bekommen.




3. MLA Rennen Nals:

Bella Italia, diesmal ging es nach Nals. Es war das letzte Rennen vor meiner Matura, die ich Anfang Mai schreibe, somit auch die letzte Chance mein gutes Gefühl endlich umzusetzen und endlich in das Ziel zubringen.


Start in Nals / gaaanz hinten rechts

Die Platzierung hatte für mich in Nals nur einen zweitrangigen Platz, denn wir starteten mit der Elite gemeinsam. Mit Startplatz 90 von 90 hatte ich zumindest dieses mal genügend Zeit den Start von hinten zu beobachten. Nach einer gefühlten Ewigkeit setzte sich auch schließlich die letzte Reihe in Bewegung. Aber dieses mal kam mir kein Defekt dazwischen, ich achtete genau auf meine Linie und versuchte unnötiges Risiko zu vermeiden. Nach über 1:30h Renndauer rollte ich als 45. (3. bester Österreich) durchs Ziel.


Somit beendete ich den ersten Teil meines Rennkalenders mit gemischten Gefühlen. Einerseits war ich froh, dass sich die harte Arbeit über den Winter ausgezahlt hat und ich den Anschluss in die U23 geschafft habe. Andererseits muss ich noch so viel lernen, die Rennen sind länger, das Tempo höher. Jeder Fehler kostet Zeit und auch wieder viel Kraft um in gut zu machen. Und von diesen Fehlern mach ich noch viele - es ist nicht mehr das kopflose "herumbolzen" wie in der Juniorenklasse. Es ist jetzt Cross-Country, richtiger Cross- Country auf einem sehr hohem Niveau.


Nun konzentriere ich mich auf die Matura (schriftliche diese Woche beendet). Ich fand zum Glück entgegen meinen Erwartungen, sehr gut Zeit zum trainieren und fieber nun schon mit großer Vorfreude dem ersten Weltcup nächstes Wochenende (18. Mai) in Albstadt entgegen.

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